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11.03.2013

Interview mit Pfr. Kühlwetter

Pfarrer Kühlwetter
Pfr. Kühlwetter, viele Gemeindemitglieder wissen gar nicht, dass Sie nicht hauptamtlich hier arbeiten, sondern pensioniert sind. Sie sind für uns schon zu einem festen Bestandteil der Pfarreiengemeinschaft geworden.

Ja, ich bin mittlerweile seit vier Jahren in Weiden, Widdersdorf und Lövenich.

Sind Sie Kölner?

Ja, aus Sülz! Derzeit habe ich eine Wohnung in Braunsfeld.

Können Sie uns etwas über ihren beruflichen Werdegang erzählen?

1965 wurde ich von Kardinal Frings geweiht. Ich war dann fünf Jahre Kaplan in St. Barbara, Köln Ehrenfeld und habe an der Realschule in der Dechenstraße gearbeitet. 1970 kam ich nach St. Johann Baptist in Höhenhaus und blieb dort bis zu meiner Pensionierung 2008. 1982 kam St. Hedwig dazu. Seit 1992 war ich dann leitender Pfarrer von fünf Gemeinden in Höhenhaus und Dünnwald. Von 1988 bis 2006 war ich Dechant des Dekanats Dünnwald. Dort habe ich auch Pfarrer Fischer kennengelernt und zu ihm gesagt, wenn ich pensioniert bin, helfe ich Dir!

Wenn wir das aktuelle Programm der Fastenzeit anschauen sehen wir Ihr Engagement. Das wurde ja auch von Ihnen geprägt. Wir sitzen hier in der Hl. Geist Kirche und vor uns ist der Kreuzweg des Künstlers Erwin Würth. Erzählen Sie uns doch, wie es zu dem Kontakt und zu dem Programm kam?

Ich habe den Künstler auf dem Weltjugendtag kennengelernt. Er hatte dort den Kreuzweg ausgestellt. Zwei Jahre später haben wir den Kreuzweg in St. Hedwig ausgestellt. Hier war eine Gelegenheit die Erfahrung zu wiederholen. Der Kreuzweg von Würth hat eine gute Resonanz, wie man im Gästebuch, das hier ausliegt, feststellen kann. Auch die Kreuzwegandachten sind gut besucht. Es ist eine moderne Auslegung des Kreuzweges und wie immer in moderner Kunst, muss man sich einlesen. Es ergibt sich aber immer ein Anknüpfungspunkt an die eigene Situation. Sehen Sie hier, die 9. Station heißt: „Auf´s Kreuz gelegt“. Ich kann mich fragen, wo wurde ich auf´s Kreuz gelegt. Oder die 6. Station, Simon hilft das Kreuz tragen: Wo habe ich den schwarzen Peter gezogen, oder wie die Jugendlichen sagen, die „Arschkarte“.

Ein Highlight im Programm zum Kreuzweg ist das Orgelkonzert.

Ja, am 22. März gibt es ein Orgelkonzert zum Kreuzweg von Marcel Dupré, interpretiert von Prof. Bretschneider von der Musikhochschule Bonn. Auch er liebt die Musik von Dupré und glücklicherweise hat er Zeit. Den Text zum Kreuzweg werde ich übernehmen und übe dafür gerade mit Pater Burbach, dem ehemaligen Rundfunkbeauftragten des WDR.

An Ostern werden in diesem Jahr besonders die Widdersdorfer dankbar sein, denn durch Sie wird es erstmals seit fast 10 Jahren wieder eine Osternacht in Widdersdorf geben. Können Sie dazu schon konkreteres sagen?

Alle Gottesdienste in der Karwoche werde ich in Widdersdorf übernehmen. Da gibt es sicherlich einen roten Faden. Einen neuen Akzent werde ich dagegen am Karsamstag setzen. Wir holen Quellwasser aus der Strunde in Herrenstrunden bei Bergisch Gladbach und zwar für alle drei Gemeinden. Wer möchte, kann gerne mitfahren.

Sie werden genau zum Frühlingsanfang, am 21. März 75 Jahre. Das Jubiläum werden Sie in Weiden feiern. Wird die Feier privat sein, oder ist auch die Gemeinde von Weiden, Widdersdorf und Lövenich eingeladen?

Wir feiern um 18.30 Uhr in der Heilig Geist Kirche eine Vesper, anschließend gibt es einen Imbiss im Pfarrheim. Die Gemeinde ist eingeladen. Im Pfarrbrief steht schon eine Einladung. Natürlich kommen auch Freunde aus Höhenhaus und private Gäste.

Wenn Sie mir noch eine private Frage erlauben, ich habe gehört, Sie reisen gerne? Wollen Sie uns etwas von Ihrer Reiseleidenschaft erzählen?

Dieses Jahr wird es nur kleine Reisen geben, nach Berlin, um die Museen anzuschauen. Nach Venedig bin ich eingeladen. Aber ich reise sehr gerne. Letztes Jahr war ich in Armenien. In Israel war ich schon elf Mal. Und dann werde ich in diesem Jahr nach dem Abschied von Pfr. Fischer zusammen mit Pfr. Dr. Mersch und Pfr. Juchem mithelfen, die Übergangszeit zu gestalten.

Eine letzte Frage: In der Kirche gibt es viele Spannungen. Wenn Sie einen Geburtstagswunsch frei hätten, was würden Sie sich von dem künftigen Papst wünschen?

Dass er keine Angst hat. Im 1. Johannes steht: Furcht kennt die Liebe nicht. Die Kirche braucht Mut für ein erneutes „aggiornamento“, ein Öffnen der Fenster des Vatikans zur Welt.

Jetzt hoffen wir, dass Sie sich weiterhin bei uns wohl fühlen und wir von Ihrem Engagement profitieren können.

Ich fühle mich wohl in meiner Rolle. Im Herbst biete ich im übrigen wieder einen Glaubenskurs an, 4 Abende zum Thema „Versöhnung, Buße, Gewissen“.

Danke für das Gespräch. Es fand statt am 6. März in der Heilig-Geist-Kirche vor dem Stationsgottesdienst.
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